Projekt

In der heutigen Informationsgesellschaft ist es von enormer Bedeutung, kompetent und jederzeit auf Informationen zugreifen und diese in eigene Überlegungen einbeziehen zu können. Dementsprechend ist es auch für Lernende wichtig, zielorientiert, barrierefrei und kritisch die vielfältigsten Informationen und Lernmaterialien für weiterführende Überlegungen nutzen zu können. Dabei spielt es immer weniger eine Rolle, wo das Lernen stattfindet. Durch den Einsatz mobiler Endgeräte kennt Lernen in einer globalen Gesellschaft kaum noch Grenzen und Lernorte sind heute so vielfältig wie noch nie. Auch der schulische Unterricht ist mit dieser Entwicklung konfrontiert.

Das Projekt MOLE steht für Mobiles Lernen in Hessen. Im Rahmen des Projekts sollen Schulen die Möglichkeiten des Einsatzes von Tablet-PCs im Unterricht erproben. Ziel ist es zu erfahren, wie sich das mediengestützte Lernen, der mediengestützte Unterricht und die Medienkompetenz der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler durch die Integration der mobilen Tablet-PCs in den Unterricht entwickeln und welche Auswirkungen der Einsatz der Tablet-PCs auf das individuelle und das gemeinsame Lernen hat.

Das Projekt richtet sich an Schulklassen aller Schulformen der Jahrgangsstufen eins bis sechs. Den teilnehmenden Schulen wird im Rahmen der Medieninitiative Schule@Zukunft für die Dauer des Projekts jeweils ein Klassensatz von Tablet-PCs zur Verfügung gestellt. Die Lehrerinnen und Lehrer werden bei der Erprobung und Evaluation des Unterrichtseinsatzes der Tablet-PCs beraten und begleitet. Dafür steht ein Expertenteam bestehend aus den Fachberaterinnen und Fachberatern für Medienbildung der Staatlichen Schulämter sowie aus Mitarbeitern der regionalen Medienzentren und der Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main zur Verfügung.

2. Zielgruppe
Ausgehend von der Überlegung, dass das Erlernen des schulischen Lernens sich überwiegend in den ersten Schuljahren eines Kindes vollzieht, sollen bei MOLE sechs ausgewählte Schulklassen aller Schulformen der Jahrgangsstufen eins bis sechs mitmachen können.

3. Projektverlauf
Das Projekt startet mit Beginn des Schuljahres 2013/14. Es ist eine Laufzeit von maximal 3 Jahren vorgesehen. Im ersten Jahr sollen Schülerinnen und Schülern der teilnehmenden Klassen nur im direkten und erweiterten schulischen Umfeld Zugriff auf die Tablet-PCs haben. Gegen Ende des Jahres wird durch die begleitende Universität Frankfurt am Main eine Evaluation durchgeführt.

Nach der Evaluation des ersten Jahres wird in Absprache mit den kooperierenden Medienzentren darüber entschieden, ob die Schülerinnen und Schüler die Tablet-PCs im zweiten Jahr des Projekts auch im Hort, und zu Hause nutzen dürfen..

Während des zweiten Jahres des Projekts wird eine weitere Evaluation durchgeführt, in der dann u.a. über die Art der Fortführung im dritten Projektjahr des MOLE-Projekts entschieden werden soll.

In jedem Projektjahr werden in den kooperierenden Medienzentren und durch das Landesschulamt und die Lehrkräfteakademie des Landes Hessen koordiniert vier verpflichtende Fortbildungen und Informationsveranstaltungen durchgeführt, die dem kollegialen wie wissenschaftlichen Austausch der beteiligten Lehrerinnen, Lehrer und Kooperationspartner dienen und für die die teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer von ihren Schulen freizustellen sind.

4. Voraussetzungen
Für eine erfolgreiche Durchführung des Projekts ist es von Vorteil, wenn die Schüler-Tablet-PCs in einem Klassenzimmer der Schule über zwei WLAN-Accesspoints Zugang zum Internet bekommen. Zu diesem Thema müssen interessierte Kolleginnen und Kollegen schon vor ihrer Bewerbung in Kooperation mit ihrem regionalen Medienzentrum in den Austausch mit dem Schulträger treten, um die Realisierbarkeit eines Internetzugangs in einem Klassenzimmer der interessierten Schule zu ermitteln.

Die schulischen Gremien (Schulleitung, Gesamtkonferenz, Schulkonferenz, Eltern) müssen im Vorfeld der Teilnahme informiert werden und ihre Zustimmung zur Teilnahme einer Klasse am Projekt erteilen.

Die Grundausstattung der Tablet-PCs mit Software (Apps) wird von den regionalen Medienzentren durchgeführt. Ebenso können die Medienzentren den Zukauf weiterer gewünschter Programme über ein sogenanntes Volumen-Lizenz-Programm organisieren (VPP) und betreuen die Tablet-PC-Konfiguration. Begründete Vorschläge für gewünschte Software oder die Abschaltung bestimmter Services, wie zum Beispiel das Ausschalten von Videoportalen, können mit den regionalen Medienzentren abgesprochen werden.

Die Schulleitungen der teilnehmenden Schulen sagen zu, die Teilnahme der ausgewählten Klassenlehrerin/ des ausgewählten Klassenlehrers an den oben genannten vier Veranstaltung zur Fortbildung, Evaluation und dem kollegialen Austausch zu ermöglichen.

2 Gedanken zu “Projekt

  1. Hallo,
    gibt es noch die Möglichkeit, an dem Projekt mit einer Lernhilfeklasse (2.-4.Schj.) teilzunehmen? Wenn ja, wo müsste ich mich bewerben?

    Danke für die Antwort!

    Jo Philipp

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